ZITTERBLEAML

Nomen est omen. Der Volksmund hat viele Namen für den Lavendel. Man bezeichnet

seine Gestalt: Zöpfli.

seinen hocharomatischen Duft: Balsam, Balsambleaml

seine Verwandtschaft: Narden, Speik, kleiner Speik

und seine Wirksamkeit: Nervenkräutl, Schwindelkraut, Hirnkraut und Zitterbleaml.

 

Die alten Kräuterbücher verweisen auch auf die Heilkraft des Lavendels bei „versteckten“

Krankheitsbildern, für die es seinerzeit keine ersichtlichen Auslöser gab. Heute wissen wir,

dass wohl psychosomatische Beschwerden gemeint waren: Migräne, Kummer, Albträume,

Melancholie, Kopfschmerzen, Hypochondrie. Lavendel ist eine der großen Seelenpflanzen –

die blaue Blüte für Ruhe, Ausgleich, innere Durchlichtung und Harmonie.

ALCHEMIE UND HANDWERKSKUNST

„Das Destillieren ist nichts anderes,

als das Subtile vom Groben

und das Grobe vom Subtilen zu scheiden,

das Zerbrechliche oder Zerstörbare unzerstörbar,

das Materielle unmateriell, das Leibliche geistig,

das Unschöne schöner zu machen.“

 

So schrieb vor 500 Jahren der Botaniker und Wundarzt Hieronymus Brunschwig in seinem

„Liber de arte distillandi“, dem ersten gedruckten Handbuch über die Kunst des Destillierens

medizinischer Wässer. Brunschwig stand in der Gelehrtentradition der alten Alchimisten und

hatte ein ganzheitliches Verständnis von Geist und Materie. Er betonte die Wichtigkeit des

Handwerks und der praktischen Erfahrung bei der Destillations-Kunst.

 

Die Berglavendel-Destillation inspiriert uns jedes Jahr aufs Neue, denn sie erlaubt uns, in die

Fußstapfen der alten Destillateure zu treten. Eine anspruchsvolle und zeitintensive Tätigkeit,

denn viele Komponenten beeinflussen die Güte des ätherischen Öles: die Befüllung des

Alambiques, der Druck und die Temperatur und nicht zuletzt die Dauer des gesamten

Destillervorgangs. Gut Ding will Weile haben. Auch das SOAVO Berglavendelöl.

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